Die Sammlung vereint Briefe von jüdischen Holocaust-Überlebenden, die Konzentrationslager überstanden, im Versteck überlebten oder als Partisaninnen und Partisanen Widerstand leisteten. Anders als später entstandene Erinnerungen dokumentieren sie unmittelbar die ersten Tage und Wochen nach dem Holocaust: die Suche nach Angehörigen, die Konfrontation mit Verlust und Zerstörung, aber auch Hoffnung, Liebe und den vorsichtigen Beginn eines neuen Lebens.
Ein Abend mit Lesungen, Musik und historischer Einordnung
Die Buchpremiere verbindet literarische Lesung, historische Einordnung und Musik. Bundesfamilienministerin Karin Prien eröffnet den Abend. Iris Berben und Oliver Masucci lesen ausgewählte Briefe aus dem Band. Prof. Dr. Dan Michman, einer der weltweit führenden Holocaust-Historiker und ehemaliger Leiter des International Institute for Holocaust Research in Yad Vashem, ordnet die historischen Zeugnisse ein und spricht auch aus persönlicher Perspektive: Ein Brief seiner Mutter ist Teil der Sammlung. Musikalisch begleitet wird der Abend vom preisgekrönten Klarinettisten Nur Ben Shalom. Tickets sind im Vorverkauf erhältlich.
Stimmen, die bis heute zu uns sprechen
Die Briefe entstanden nicht mit dem Ziel, Geschichte zu dokumentieren. Sie waren Lebenszeichen – geschrieben in der Hoffnung, dass Angehörige, Freundinnen oder Freunde noch am Leben waren und antworten würden. Gerade diese Unmittelbarkeit macht sie zu außergewöhnlichen historischen Quellen. Sie eröffnen einen seltenen Einblick in die Erfahrungen von Überlebenden in einem Moment zwischen Befreiung und Neubeginn.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und Tickets gibt es hier.