Asha Iman Veal


"As an arts professor and curator, I focus on exploring—and challenging—public discourses on the lived realities of race. I believe that it’s possible to challenge and reflect on a nation’s identity through exploring cross-cultural solidarity across communities that are often kept apart by geographic or political distance.”

Asha Iman Veal (she/her/hers)

Homebase: Chicago, Illinois USA
Job title: Faculty of Arts Administration & Policy at School of the Art Institute of Chicago/ Curatorial Fellow at Museum of Contemporary Photography

Asha Iman Veal ist Kuratoriums-Stipendiatin für die Jahre 2020/2022 am Museum of Contemporary Photography in Chicago. Im Jahr 2019 war sie Kuratorin für The Tokyo Show: Black & Brown Are Beautiful im Hyde Park Art Center. Sie stellte BIPOC-Künstler:innen in das Zentrum des globalen Dialogs und setzte sich für Solidarität zwischen Gemeinschaften ein, die aufgrund geografischer oder politischer Distanz voneinander getrennt sind. Sie ist stellvertretende Assistenzprofessorin für Arts Administration & Policy am School of the Art Institute of Chicago und leitet die Bachelor-Kurse "Being a Woman of Color in the Arts", "Flexible Art Worlds" und "Curating in the Expanded Field" sowie den Master-Kurs über Kunstökologie. Asha war Jurorin für Arts + Public Life und das Center for the Study of Race, Politics, and Culture an der University of Chicago. Zu ihrem Hintergrund gehört die Untersuchung von Organisationsmodellen der Künste und zeitgenössischer Projekte, die Ökologie von Kunst auf Tournee und die Arbeit in Tokio, Edinburgh, Havanna, Vietnam, Juárez, New York und anderen Orten. Asha machte ihren Bachelor an der Gallatin School der New York University, danach ihren Master in Creative Writing an der New School und einen Master in Arts Administration and Policy an der School of the Art Institute of Chicago. Asha ist in Nordkalifornien aufgewachsen, liebt es, leckere Omeletts zu kochen und genießt lange Spaziergänge in verschneiten Parks.


Projektbeschreibung

Als Kunstprofessorin und Kuratorin konzentriert sich Asha darauf, den öffentlichen Diskurs über die Lebensrealität von Rasse zu erforschen und zu hinterfragen. Sie glaubt, dass es möglich ist, das Bild einer Nation für sie selbst und für ein Publikum im Ausland darzustellen und zu hinterfragen. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit erzählerischen Sachbuchmethoden und sucht kreative Beispiele, die das Verständnis des zeitgenössischen Multikulturalismus vertiefen können.

Als Fellow des Alfred Landecker Fellowship erforscht sie in ihrem Projekt die interkulturelle Solidarität zwischen Gemeinschaften, die oft durch geografische oder politische Distanz voneinander getrennt sind. Sie ist die Organisatorin einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die globale Interpretationen der klassischen Geschichte A Raisin in the Sun von Lorraine Hansberry erforscht und wiederbelebt.

1959 wurde das Bühnenstück A Raisin in the Sun ursprünglich in New York am Broadway uraufgeführt. Das historische Stück erzählte die Geschichte einer fiktiven afro-amerikanischen Familie in Chicago, den Youngers. Ihr Patriarch ist verstorben und hat eine Lebensversicherung hinterlassen, mit der die Familie ihr erstes Haus kaufen und so in die amerikanische Mittelklasse eintreten konnte. Es ist eine unerwartete und doch archetypische Herausforderung für diese schwarze Familie, wenn sich mehrere Generationen in der winzigen Wohnung ihrer Mutter versammeln, um über die Möglichkeiten der Selbstbestimmung in einer rassistisch geprägten Gesellschaft zu debattieren und darüber, ob sie in eine - in vielerlei Hinsicht - exklusiven Nachbarschaft ziehen sollten, in der sie nicht willkommen sind.

Das Stück ist auch heute noch aus vielen Gründen von Bedeutung. Die Dramatikerin Lorraine Hansberry war die erste schwarze Frau, die eine Show am Broadway realisieren konnte. A Raisin in the Sun gewann in jenem Jahr den Preis des New Yorker Drama Critics Circle und wurde schließlich in dreißig Sprachen übersetzt. Diese afro-amerikanische Geschichte wird seit sechzig Jahren weltweit, insbesondere in Europa, als künstlerisches Format produziert, um einen Dialog über Migrations- und Einwanderungsgeschichten zu ermöglichen.

In ihrer Ausstellung im Jahr 2021 wird Asha neue Arbeiten und globale, multikulturelle Interpretationen dieses Stücks in Auftrag geben. Dieses Projekt überschreitet nationale Grenzen und führt verschiedene Interpretationen einer Geschichte zusammen, die von vielen Menschen in verschiedenen Ländern und Kontexten geteilt wird. Von der politisch getriebenen Integration in den Vereinigten Staaten in den 1960er Jahren bis hin zu Migration und Integration in ganz Europa in den letzten Jahrzehnten.

Raisin bringt ein globales Netzwerk von Künstler:innen zusammen, die an vielen verschiedenen Orten und auf unterschiedliche Weise über Identität und Migration denken und öffentliche Gespräche darüber führen. Darüber hinaus baut sie ein künstlerisches Netzwerk und eine virtuelle Community auf, die in ständigem Gespräch über die globale und vergleichbare Erlebniswelt der Schwarzen steht, im Gegensatz zu der Isolation und Wertlosigkeit, die uns der Rassismus lieber vorgaukeln würde.

Die Entscheidung, die Ausstellung auf Film, Video und Fotografie auszurichten, ist in Zeiten von COVID-19 besonders wichtig. Sie ermöglicht es Künstler:innen und kreativen Werken, virtuell zusammenzukommen.

Asha plant, diese Ausstellung in erster Linie im 6018 North Experimental Art Space zu eröffnen, einem dreistöckigen Haus in einem Wohnblock, der sich in einem ehemals rein weißen, jetzt aber diversem Stadtteil von Chicago befindet. Die Eröffnung wird auch als Nebenstandort der Architekturbiennale Chicago Architecture Biennial Fall im Jahr 2021 genutzt werden. Nach der ersten Ausstellung wird die Schau an Kunstorte und -städte auf der ganzen Welt reisen und an jedem Ort einzigartige Möglichkeiten für öffentliches Engagement schaffen.

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