Lievnath Faber


“In listening carefully to my fellow fellows and learning to see the world through their eyes, I hope to grow both as a human being as well as professionally. Through this, I want us to weave the fabric of a collaborative community.”

Lievnath Faber (she/her/hers)

Homebase: Amsterdam, The Netherlands
Job Title: Cultural Programmer

Lievnath Faber ist eine jüdische Gelehrte und Programmiererin mit einem friesischen Vater und einer israelischen Mutter tunesischer und ägyptischer Abstammung. Sie ist außerdem eine Doula für Geburts- und Sterbebegleitung und setzt sich dafür ein, dass diese Ereignisse des Lebenszyklus wieder Eingang in die Gemeinde finden. Sie hat einen Master in Filmwissenschaften von der Universität Amsterdam und ist Moderatorin des Paradigm Project am Paideia European Institute for Jewish Studies in Stockholm. Dort beschäftigt sie sich mit den Schnittstellen zwischen jüdischer Kultur und jüdischem Erbe, Lebenszyklus, Gemeinschaft und Film. Derzeit arbeitet Lievnath an der Mitgestaltung eines jüdischen Zentrums, Oy Vey, im Stadtzentrum von Amsterdam, mitten im ehemaligen jüdischen Viertel. Dieses offene, inklusive und unapologetische jüdische Zentrum soll Menschen jüdischen Glaubens und nicht-jüdischen Menschen einen sicheren und kreativen Raum bieten, in dem sie ihre kulturellen Traditionen und ihr kulturelles Erbe ausdrücken, genießen, feiern, zusammen erschaffen, sich daran erinnern und damit identifizieren können. Sie ist der Ansicht, dass dies für einen ehrlichen, zivilisierten, kreativen und förderlichen Diskurs sowie für das Wohlergehen der Gemeinschaft und für die aktive Bekämpfung des Antisemitismus von wesentlicher Bedeutung ist. Sie strebt danach, einen lokalen Raum zu schaffen, der alle einschließt, die sich mit der reichen und vielfältigen globalen jüdischen Kultur auseinandersetzen, über sie lernen und sie erfahren möchten.


Projektbeschreibung

Als jüdische Expertin im Kulturbereich in den Niederlanden und als fürsorgliche und engagierte Bürgerin hat Lievnath beunruhigende Tendenzen erlebt, die es für jüdische Aktivist:innen in aktivistischen Räumen schwierig machen

Einerseits gibt es antijüdische Stimmungen (nicht zuletzt wegen der Verschmelzung des Staates Israel mit "den Juden"), andererseits werden Menschen jüdischen Glaubens nicht mehr als Minderheit gesehen, die sich mit Diskriminierung durch Antisemitismus auseinandersetzt, wodurch Antisemitismus in aktivistischen Räumen zunehmend nicht mehr thematisiert wird.

Lievnaths Idee ist es, eine dauerhafte Verbindung zwischen den jüdischen Aktivist:innen und der breiteren Gemeinschaft von Aktivist:innen in den Niederlanden, insbesondere in Amsterdam, zu schaffen. Dies wird eine bürgerliche Revolution gegen populistische, nationalistische und rassistische Kräfte in unserer Gesellschaft auslösen, die vom gegenwärtigen Antagonismus zwischen diesen Communitys profitieren.

Dieses Projekt richtet sich sowohl an verschiedene Personen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft als auch an Personen aus anderen aktivistischen Gemeinschaften. Es wird zunächst eine jüdische Aktivist:innengruppe gebildet, die sich mit rassistischer Diskriminierung in der jüdischen Gemeinde auseinandersetzt und ihre Erfahrungen mit Antisemitismus gemeinsam mit der Antirassismus-/Antidiskriminierungs-Community diskutieren wird. Diese Gruppe wird mit drei großen niederländischen Organisationen zusammentreffen, die sich mit anti(rassistischer) Diskriminierung befassen, wie z. B. Kick Out Zwarte Piet, Black Lives Matter und Women's March. Sie werden auch die Ausstellung "Are Jews White?" im jüdischen Kulturviertel besuchen. Im Anschluss daran werden sie zwei Diskussionsabende organisieren, die sich mit inklusiver Intersektionalität befassen, sowie einen ganzen Workshoptag, an dem die Communites gemeinsame Aktionspläne erarbeiten werden, die einen auf Empathie basierenden Ansatz verfolgen.

Dieses Projekt befasst sich mit dem Bedarf an intersektional geschützen Räumen für Menschen jüdischen Glaubens, an Räumen für die Zusammenarbeit in der aktivistischen Antirassismus-/Antidiskriminierungs-Community, in denen auch der Antisemitismus thematisiert wird, dem Bedarf an einem Bündnis, in dem sie zu Verbündeten für andere Minderheiten und die anderen Minderheiten zu Verbündeten für sie werden: und schließlich an der Beendigung der Verschmelzung von Jüdinnen und Juden mit Israel.

Die Wirkung, die Lievnath sich erhofft, besteht in der Schaffung einer Gesellschaft, in der Antisemitismus auch auf der Agenda der breit angelegten Antirassismus-/Antidiskriminierungsbemühungen steht und in der die jüdische Gemeinschaft aktiv in diese Bemühungen einbezogen wird. Der Mehrwert ist eine dauerhafte und respektvolle Verbindung zwischen der jüdischen und der Antirassismus-/Antidiskriminierungs-Community. Darüber hinaus wird durch die Einbeziehung von leitenden Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen und Fachleuten aus beiden Communitys sichergestellt, dass dieses Projekt Experten einbezieht und gleichzeitig basisorientiert ist. Es geht über den Dialog hinaus und geht in einen gemeinsamen Aktionsplan über, in dem Strategien für den Wandel skizziert und weiterverfolgt werden. Dieses Projekt findet in der säkularen jüdischen Kulturgemeinde Oy Vey statt, die ihren Sitz im Stadtzentrum von Amsterdam hat.

Unsere Themen

Antisemitismus bekämpfen

Demokratie stärken

Minderheiten schützen

Debatten entpolarisieren

Sich der Vergangenheit stellen

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