Das Programm verband religiöse, kulturelle und gesellschaftliche Perspektiven: von Tora-Studium, Challah-Backen und jiddischen Tänzen über Krav-Maga-Training und kreative Workshops bis hin zu Diskussionen über die Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland. Besonders im Fokus standen in diesem Jahr zudem Mentoring- und Coachingangebote für junge Erwachsene, Studierende und Mitglieder jüdischer Jugendorganisationen. Auch Themen wie Identität, Erinnerungskultur, Antisemitismus, mentale Gesundheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt prägten zahlreiche Programmpunkte.
Limmud e. V. - hebräisch für „Lernen“ - schafft seit mittlerweile 20 Jahren ehrenamtlich organisierte Räume für jüdische Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Hintergründe und religiöser Ausrichtungen. Ziel ist es, jüdisches Leben in seiner Vielfalt sichtbar zu machen und Begegnungen auf Augenhöhe zu ermöglichen. Für dieses Engagement wurde der Verein 2023 mit dem Ehrenamtspreis für jüdisches Leben in Deutschland ausgezeichnet.
Für die Alfred Landecker Foundation sind Initiativen wie Limmud von besonderer Bedeutung. Gerade in einer Zeit, in der antisemitische Vorfälle zunehmen und jüdisches Leben in Deutschland vielfach unter Druck gerät, braucht es Orte, an denen jüdische Perspektiven sichtbar werden und Gemeinschaft gestärkt wird. Offene Räume für Austausch, Lernen und Diskussion leisten einen wichtigen Beitrag zu einer pluralen und demokratischen Gesellschaft.