Tomasz Cebulski


“Learning from the local history, teaching for the global future-- local history and heritage sites can be used for teaching and developing passion for history. This can provide a framework for promoting values of dialogue, tolerance and diversity, thus helping to build a global future.”

Tomasz Cebulski (he/him/his)

Homebase: Kraków/ Poland
Job Title: Researcher

Tomasz Cebulski wurde in Krakau, Polen, geboren, wuchs aber in Oświęcim, Auschwitz, auf. Als Teenager engagierte er sich in der örtlichen Internationalen Jugendbegegnungsstätte (International Youth Meeting Center), wo er sich für die Förderung des interkulturellen Dialogs einsetzte. Er wurde schließlich Pädagoge für dieselbe Einrichtung und koordinierte ein polnisches, deutsches und südafrikanisches Projekt über Gesellschaften im Wandel und der Genesung von historischen Traumata. Im Jahr 2005 erwarb Tomasz einen Master-Abschluss in International Relations und Europastudien an der Jagiellonen-Universität in Krakau. Seinen zweiten Master erwarb er 2007 in der Abteilung für Nah- und Fernoststudien an derselben Universität. Im Jahr 2014 promovierte Tomasz an der dortigen Fakultät für Politikwissenschaft mit einer Dissertation über "Politische und internationale Aspekte der Funktionsweise des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau in den Jahren 1980-2010". Im Jahr 2000 gründete er ein Zentrum für Forschung und historische Interpretation, POLIN TRAVEL, das unter www.jewish-guide.pl zu finden ist. Dieses Zentrum bietet private Führungen und genealogische Untersuchungen für eine ganzheitliche Besuchserfahrung in Mitteleuropa an. Tomasz besitzt mehrere Zertifikate als staatlicher Fremdenführer, unter anderem vom Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau, Krakau und Galizien. Er ist ein erfahrener Ahnenforscher und lizenzierter Reiseleiter in Polen und Mitteleuropa.


Projektbeschreibung

Dieses Projekt ist eine "Fliegende Universität für Jugendliche" (oder "Latający Uniwersytet Młodzieży" auf Polnisch). Es wird die lokale Geschichte lehren, um beim Aufbau einer globalen Zukunft zu helfen.

Die Idee ist einfach: Tomasz glaubt, dass in der Einfachheit ein gewisses Bildungspotenzial liegt. Sein Projekt wird sich darauf konzentrieren, die Welt von unten nach oben zu verbessern. Es werden vier Städte im Südosten Polens, dem traditionellen konservativen Wahlblock, ausgewählt, wo einige Gebiete vor kurzem eine Anti-LGBTQ+-Gesetzgebung eingeführt haben. Tomasz wird mithilfe von örtlichen Lehrer:innen, Politiker:innen und Kirchengruppen Lernmodule für Gruppen von bis zu zwanzig Schüler:innen im Alter von 14 bis 18 Jahren erstellen. Alle teilnehmenden Städte haben eine reiche und lange Geschichte von Multi-Ethnizität und vernachlässigten historischen Stätten.

Die aktuellen Städte, die in Betracht gezogen werden, sind Czarny Dunajec, Stopnica, Grybów und Kraśnik. Letztendlich wird das Projekt darauf abzielen, sich um die örtlichen Friedhöfe, Altäre, Kirchen und Synagogen zu kümmern. Bevor jedoch die Pflege übernommen wird, soll die lokale Geschichte des Gebiets untersucht und erforscht werden. Es werden historische Interviews mit der lokalen Bevölkerung geführt, mit der Absicht, Online-Inhalte zu erstellen, die die Geschichte und Vielfalt der Gemeinde beschreiben.

Das Projekt beginnt mit Vorträgen, entweder online oder persönlich, über die Grundlagen der historischen Forschung und allgemeine Informationen über das Judentum, die Rom:nja und die griechisch-orthodoxe Kultur. Das Vortragspaket wird auch die Grundlagen der Fotografie, der Bildbearbeitung und des verantwortungsvollen Umgangs mit sozialen Medien umfassen. Für die meisten dieser Studierenden wird es das erste Mal sein, dass sie mit anderen Kulturen in Berührung kommen. Das Programm wird eine unglaubliche Gelegenheit sein, im Unterricht die lokale Geschichte und die Stätten des Kulturerbes einzubeziehen und eine Leidenschaft für die Geschichte als Wissenschaft zu entwickeln.. Es wird einen Rahmen für die Förderung von Werten wie Dialog, Toleranz und Vielfalt bieten.

Unsere Themen

Antisemitismus bekämpfen

Demokratie stärken

Minderheiten schützen

Debatten entpolarisieren

Sich der Vergangenheit stellen

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