Damit das Böse gedeiht, braucht es nur gute Menschen, die nichts unternehmen.
— Simon Wiesenthal
 
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ÜBER UNS

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Die Alfred Landecker Stiftung dient der Aufklärung über den Holocaust und über den schrecklichen Preis, der gezahlt werden muss, wenn Intoleranz und politischer Fanatismus herrschen. Die Stiftung unterstützt ein freies und demokratisches Europa. Sie tritt für eine Zukunft ein, die auf gemeinsamen Werten und auf dem Respekt für den Einzelnen beruht.

Die Arbeit der Stiftung gründet in den Lehren, die wir aus dem Zusammenbruch der europäischen Zivilisation im Zweiten Weltkrieg ziehen müssen – insbesondere aus der Ermordung von Millionen von Juden durch deutsche Hand.

Die Alfred Landecker Stiftung mit Sitz in Berlin unterstützt ausgewählte Projekte und Institutionen in den Bereichen Wissenschaft, politische Bildung und Erziehung, Geschichte und Erinnerung.

Im Stiftungsrat und im Wissenschaftlichen Kuratorium der Stiftung wirken international angesehene Mitglieder des öffentlichen Lebens und angesehene wissenschaftliche Experten. Sie entwickeln und begleiten die Aktivitäten und Programme der Stiftung.

 

 

 
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WAS WIR TUN

Die Alfred Landecker Stiftung ist aus der Benckiser Stiftung Zukunft hervorgegangen. Gleichzeitig wurde der Stiftungszweck neu ausgerichtet.

Wie viele deutsche Juden wurde Alfred Landecker 1942 „nach dem Osten“ deportiert, um dort durch deutsche Hand zu sterben. Die Geschichte der Familie Reimann, deren Vorfahren Sympathisanten und Parteigänger der Nationalsozialisten waren, ist mit dem Schicksal von Alfred Landecker direkt und auf tragische Weise verknüpft. Die Stiftung und ihr moralischer Auftrag stehen im Zeichen des Gedenkens an Alfred Landecker. Sie trägt seinen Namen und erinnert dabei auch an das Schicksal von Millionen ermordeter Juden und anderer Opfer des Nationalsozialismus in Europa.

Die Stiftung ist der Erforschung und Erinnerung des Holocaust ebenso verpflichtet wie der Aufgabe, für die heutige Zeit Lehren und Konsequenzen aus dem Zusammenbruch der europäischen Zivilisation im Zweiten Weltkrieg zu ziehen – eines Geschehens, das 1933 in Deutschland seinen Anfang nahm.

Sie wird Projekte in den Bereichen Forschung, Bildung und Erziehung fördern, die das Gedenken an die ermordeten Juden und an die anderen Opfer des Nationalsozialismus wachhalten. Ziel ist es auch, in unseren Gesellschaften jene Kräfte zu stärken, die sich von Anfang an der Wiederholung solch entsetzlicher Geschehnisse widersetzen.

Wir glauben, dass ein tiefreichendes Verständnis der zerstörerischen politischen Gewalt, die den historisch präzedenzlosen Holocaust ermöglichte, Voraussetzung für die Sicherung unseres demokratisch verfassten Gemeinwesens ist. Die Alfred Landecker Stiftung verteidigt dessen konstituierende Werte und die unantastbare Würde des Einzelnen.

Allen Menschen gebührt das Recht, ihr Leben frei von Furcht vor Verfolgung und von Leid zu gestalten. Vorurteilen und Intoleranz gilt es, entschieden entgegenzutreten. Die Vergangenheit lehrt uns, dass es nicht nur die Pflicht der Regierenden, sondern die Aufgabe aller Bürger ist, diese Werte und Rechte und die sie schützenden Institutionen zu verteidigen.

Die Stiftung will helfen, die Zukunft unserer demokratischen Gesellschaft zu sichern. Wir möchten Projekte und Vorhaben in Europa fördern, die diese konstituierenden Werte und Überzeugungen verstärken. Damit leistet die Stiftung ihren Beitrag zum ehrenden Gedenken an die Opfer des Holocaust und des nationalsozialistischen Terrors.

 

 

 
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UNSERE GESCHICHTE UND DIE GESCHICHTE VON ALFRED LANDECKER

Alfred Landecker

Alfred Landecker

Alfred Landecker, nach dem die Stiftung benannt ist, war ein deutsch-jüdischer Buchhalter, geboren 1884. Im April 1942 wurde er von Mannheim nach Izbica deportiert, einem Ghetto, das als Durchgangsstation für die Deportation von Juden in die Vernichtungslager Bełżec und Sobibór diente. Wahrscheinlich wurde er kurz darauf ermordet.

Die Geschichte von Alfred Landecker war Bestandteil von historischen Forschungen, die von der Familie Reimann bereits 2006 initiiert wurden. Dies führte 2016 zur Beauftragung des unabhängigen Historikers Dr. Paul Erker von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Familie bat Professor Erker, ihre politische Geschichte und die des Unternehmens Benckiser von Anfang der 1920er Jahre bis 1945 wissenschaftlich zu erforschen.

Professor Erker stellte fest, dass Albert Reimann sen. und sein Sohn Albert Reimann jun., die Benckiser, das Vorgängerunternehmen der JAB-Holding leiteten, Antisemiten und glühende Anhänger von Adolf Hitler und dem NS-Regime waren. Sowohl Vater als auch Sohn nahmen in den 1920er Jahren an Veranstaltungen mit Hitler teil und schlossen sich später der NSDAP an, ebenso spendeten sie an die SS.

Alfred Landeckers Schicksal ist untrennbar mit der Familie Reimann verbunden. Er war der Vater von Emilie Landecker, die mit Albert Reimann jun. drei Kinder hatte. Zwei dieser Kinder sind heute Gesellschafter der JAB-Holding.

Benckiser war eine im 19. Jahrhundert gegründete Firma, die sich ursprünglich auf Industriechemikalien spezialisierte. In den 1850er Jahren ging das Unternehmen in die Hände der Familie Reimann über.

Alte Synagoge, Mannheim

Alte Synagoge, Mannheim

In den 1930er und 1940er Jahren war Benckiser ein kleines mittelständisches Unternehmen. 1933 lag die Zahl der Mitarbeiter bei 181, während des Zweiten Weltkriegs waren es zwischen 400 und 650 Beschäftigte. Das Unternehmen war ein wichtiger Zulieferer der Lebensmittelindustrie. Zu den Hauptprodukten gehörten Schmelzkäse, Blutbehandlungssalze, Nahrungsergänzungsmittel für Säuglinge und Wasserenthärter.

Benckiser war ein Nutznießer des NS-Systems, erzielte aber keine Gewinne durch massenhafte Ausbeutung von Zwangsarbeitern. Auch stand die Geschäftsentwicklung nicht im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Unternehmen in den damals besetzten Ländern. Es gab keine privaten Bereicherungen oder illegalen Gewinne an jüdischem Eigentum oder Vermögen.

Während des Krieges setzte Benckiser jedoch Zwangsarbeiter in seinen Werken ein: Im Frühjahr 1942 beschäftigte das Werk in Ludwigshafen rund 200 Zivilisten verschiedener Nationalitäten als Zwangsarbeiter, darunter Ukrainer, Franzosen, Italiener und Niederländer.

Die hier dargestellten Informationen über Alfred Landecker und das Unternehmen Benckiser basieren auf einem Zwischenbericht von Professor Erker, der im Januar 2019 der Familie Reimann vorgelegt wurde. Um den strengen wissenschaftlichen Anforderungen seiner Forschungen gerecht zu werden, kann der Abschlussbericht von Dr. Erker frühestens 2020 erscheinen.

 

 

 
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UNSERE CommitmentS

 

#1

Ein Spendenfonds in Höhe von zehn Millionen Euro, um humanitäre Hilfe für Überlebende des Holocaust und der Opfer von Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg zur Verfügung zu stellen.

#2

Wir verpflichten uns ferner, der Stiftung in den nächsten zehn Jahren 250 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, was in einem fortlaufenden Engagement auf unbestimmte Zeit mündet.

 

 

 
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STIFTUNGSRAT

Die Mehrheit der Mitglieder des Stiftungsrates der Alfred Landecker Stiftung ist unabhängig.

Wir fühlen uns geehrt, dass sich hochrangige Persönlichkeiten, die in ihrer öffentlichen Rolle und ihrer Integrität angesehen sind, bereit erklärt haben, im Stiftungsrat mitzuwirken. Sie werden in allen Aktivitäten der Stiftung unabhängig beraten und die strategische Richtung vorgeben.

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DAVID ASHER KAMENETZKY, Vorsitzender

David Kamenetzky ist Vorsitzender des Stiftungsrates. Er verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in leitenden Management- und Strategiepositionen bei globalen Marken wie Anheuser-Busch InBev, Mars und Goldman Sachs.

Bevor er in die Privatwirtschaft wechselte, arbeitete er als Leiter des Büros des verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis. Dieser gehörte in den 90er Jahren zu den führenden Persönlichkeiten der Jüdischen Gemeinde in Deutschland.

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NGAIRE WOODS, Stellvertretende Vorsitzende

Ngaire Woods ist Gründungsdekanin der Blavatnik School of Government und Professorin für Global Economic Governance an der University of Oxford.

Zur ihren Forschungsschwerpunkten gehören die globale Wirtschaftssteuerung, die Herausforderungen der Globalisierung, Internationale Entwicklung, und die Rolle internationaler Institutionen.

Sie war Beraterin des Vorstands des Internationalen Währungsfonds (IWF), des UNDP-Berichts über die menschliche Entwicklung (Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen) und der Regierungschefs des Commonwealth. Sie hat Bücher und Forschungsarbeiten über Globalisierung, Ungleichheit und internationale Beziehungen (International Relations) veröffentlicht.

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DIETMAR MUELLER-ELMAU

Dietmar Müller-Elmau ist Eigentümer von Schloss Elmau, einem kulturellen Refugium („Cultural Hideway“) südlich von München in den bayerischen Alpen.

Müller-Elmau betreibt das Schloss Elmau als Raum zur Erforschung der jüdisch-amerikanischen Kulturgeschichte. Seit 1998 ist Schloss Elmau ein regelmäßiger Treffpunkt für Wissenschaftler aus aller Welt, insbesondere mit den Schwerpunkten Judaistik und Globalisierung. Die Schloss Elmau Symposien zur Politischen Theologie und Ideengeschichte ziehen Denker und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen an. Im Jahr 2015 fand auf Schloss Elmau der G7-Gipfel mit Staats- und Regierungschefs aus den USA, Kanada, Japan, Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland statt.

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JOSCHKA FISCHER

Joschka Fischer war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland unter Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Während seiner politischen Laufbahn hat Fischer viele Themen bewegt – darunter Militäreinsätze, Steuerreformen oder Umweltweltschutz –, die Einfluss auf die deutsche Außenpolitik und internationale Beziehungen hatten.

Nach seiner politischen Karriere war Fischer Gastprofessor an der Princeton University, Gründungsmitglied des Kuratoriums der Arab Democracy Foundation und Mitglied des Council on Foreign Relations (USA) sowie des European Council on Foreign Relations.

Martin Reimann

Martin Reimann ist der Urenkel von Alfred Landecker und der Enkel von Emilie Landecker und Albert Reimann jun. Er ist die Stimme der Reimann Familie, die dafür sorgt, dass durch die Stiftung die Erinnerung an das Schicksal seines Urgroßvaters wach gehalten wird und aus dem Holocaust sowie der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland Lehren gezogen werden, die nach einer demokratischen Europäischen Gesellschaft  streben, in der jeder ohne Angst, Verfolgung und Intoleranz leben kann.

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DAN DINER

Professor Dan Diner ist emeritierter Professor für Neuere Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und ehemaliger Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur sowie Professor am Historischen Seminar der Universität Leipzig.

Die Forschung von Professor Diner konzentriert sich auf zwei Hauptthemen: die Konzeptualisierung einer modernen jüdischen Geschichte sowie der globalen Geschichte des Zweiten Weltkriegs.

Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts, zur jüdischen Geschichte, zur Geschichte des Nahen Ostens und zur deutschen Geschichte, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus und des Holocaust.

Dan Diner ist zugleich ständiger Vertreter des Stiftungsrats im Wissenschaftlichen Kuratorium der Alfred Landecker Stiftung.

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STUART EIZENSTAT

Stuart Eizenstat ist ein amerikanischer Diplomat und Rechtsanwalt. Er war Chefberater für die Innenpolitik des Weißen Hauses unter Präsident Jimmy Carter und zusammen mit Elie Wiesel an der Gründung der Präsidialkommission für den Holocaust und des U.S. Holocaust Memorial Museum beteiligt.

Eizenstat hatte von 1993 bis 2001 eine Reihe von Schlüsselpositionen in der Clinton-Regierung inne, unter anderem als US-Botschafter in der Europäischen Union. Er wurde auch zum Sonderbeauftragten in Fragen der Holocaust-Zeit ernannt. In dieser Rolle verhandelte er Entschädigungen in Milliardenhöhe für Holocaust-Überlebende und deren Familien als Kompensation für Sklaven- und Zwangsarbeit, Versicherungen, Rückgabe von nationalsozialistischer Raubkunst (Washingtoner Prinzipien) sowie Eigentumsrückgabe auf kommunaler und privater Ebene.

Auch in der Obama-Regierung übte er die Funktion als Sonderberater aus. Er handelte wichtige Abkommen mit den Regierungen Litauens und Frankreichs sowie die Terezin-Erklärung aus.

Seit 2009 führt er die Verhandlungen für die Jewish Claims Conference mit der deutschen Regierung und sorgte so für Zahlungen in Milliardenhöhe für häusliche Pflege, Renten, Kinderüberlebende und Überlebende des Kindertransports.

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RACHEL SALAMANDER

Dr. Rachel Salamander ist Literaturwissenschaftlerin, Publizistin und Kulturvermittlerin. 1982 schaffte sie mit der Gründung der „Literaturhandlung“ in München einen einzigartigen Ort, an dem nach der Arisierung des deutschen Buchhandels erstmals wieder eine Fachbuchhandlung für Literatur zum Judentum etabliert wurde.

Mit ihren Niederlassungen in ganz Deutschland verschaffte die Literaturhandlung der Jüdischen Literatur nach Jahrzehnten wieder Präsenz im öffentlichen Bewusstsein des Landes.

Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm der Literaturhandlung sorgt  für lebhafte Debatten. Namhafte Autoren aus der ganzen Welt haben die „Literaturhandlung“ zu einer Plattform der dauerhaften öffentlichen Diskussion jüdischer Themen in Deutschland gemacht.

Rachel Salamander ist Autorin mehrerer Bücher über jüdische Geschichte. Von 2001 bis 2013 war sie Herausgeberin der „Literarischen Welt“, der Literaturbeilage der Tageszeitung „Die Welt“. Von Oktober 2013 bis September 2014 leitete sie das FAZ-Literaturforum. Seit 2015 ist sie stellvertretende Vorsitzende im Aufsichtsrat des Suhrkamp Verlages, dem führenden Verlag in Deutschland.

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PETER HARF

Dr. Peter Harf ist Vorsitzender der JAB Holding Company s.à r.l. ("JAB"), einer Unternehmensgruppe in privater Hand. Der Schwerpunkt ihrer Aktivitäten liegt auf langfristigen Investitionen in der Konsumgüterindustrie. Neben seiner herausragenden beruflichen Laufbahn, zu der auch Positionen als Chairman und Board-Mitglied in verschiedenen Unternehmen gehören, ist Peter Harf Mitbegründer der DKMS, der weltweit größten Stammzellspender-Datei.

Seit 1991 hat die Non-Profit-Organisation mehr als 9 Millionen Spender in sechs Ländern registriert und über 78.000 Stammzelltransplantationen in 56 Ländern ermöglicht.

Peter Harf hat seinen MBA an der Harvard Business School erworben und verfügt über ein Diplom und einen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften der Universität Köln.

 

 

 
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Wissenschaftliches Kuratorium

Die folgenden namhaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich bereit erklärt, der Stiftung als Mitglieder des Wissenschaftlichen Kuratoriums beizutreten. Sie werden die Stiftung bei der Auswahl der zu fördernden Projekte beraten und eine unabhängige Überprüfung der Aktivitäten der Stiftung aus akademischer Sicht sicherstellen.

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NORBERT FREI, Vorsitzender

Professor Norbert Frei ist ein deutscher Historiker. Er ist Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und leitet das Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Seine zahlreichen Bücher befassen sich mit der Geschichte Nazi- und Nachkriegsdeutschlands, der Wiedergutmachung in Deutschland und Israel, der Menschenrechte, der Erinnerung an des Holocaust und des Neo-Nationalismus.

Neben Forschung und Lehre ist Professor Frei Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Beiräten und Kommissionen, darunter im Wissenschaftlichen Beirat des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt am Main. Er ist auch Vorsitzender des Wissenschaftlichen Kuratoriums der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und gehörte von 2000 bis 2016 dem Wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Deutsche Geschichte an der Universität Tel Aviv an.

Von 2005 bis 2017 war er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Koebner Minerva-Zentrums für Deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem. Von 1999 bis 2002 war er Mitglied der Unabhängigen Historischen Kommission zum Studium der Geschichte des Hauses Bertelsmann im "Dritten Reich". Seit 2011 ist Frei Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

Norbert Frei ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Kuratoriums und in dieser Funktion ständiger Vertreter im Stiftungsrat.

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CILLY KUGELMANN

Cilly Kugelmann war von September 2002 bis März 2017 Programmdirektorin und stellvertretende Direktorin des Jüdischen Museums Berlin.

Zuvor betreute Cilly Kugelmann von 1986 bis 2000 am Jüdischen Museum in Frankfurt am Main das Bildungsprogramm sowie die Öffentlichkeitsarbeit und war als Kuratorin für historische Ausstellungen tätig.

Kugelmann war auch an der Veröffentlichung mehrerer Bücher über die Nachkriegsgeschichte der Juden in Deutschland und über Antisemitismus beteiligt. Derzeit arbeitet sie als Chefkuratorin der neuen Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin.

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STEFANIE SCHÜLER-SPRINGORUM

Professorin Dr. Stefanie Schüler-Springorum ist eine deutsche Historikerin. Seit 2011 leitet sie das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen die deutsche Geschichte und die deutsch-jüdische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie hat sich auch mit der Geschlechtergeschichte und der spanischen Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts beschäftigt, mit besonderem Schwerpunkt auf dem spanischen Bürgerkrieg.

Sie lehrte an der Technischen Universität Berlin, war Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg und leitete die wissenschaftliche Arbeitsgruppe des Leo-Baeck-Instituts in Deutschland.

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SYBILLE STEINBACHER 

Professor Dr. Sybille Steinbacher ist eine deutsche Historikerin. Seit Mai 2017 ist sie Professorin für Holocaustforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Direktorin des Fritz Bauer Instituts.

Professor Steinbacher ist Autorin mehrerer Werke über den Holocaust, darunter Auschwitz. Geschichte und Nachgeschichte. Sie war Stipendiatin des US Holocaust Memorial Museums und war Professorin für Zeitgeschichte-, Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung an der Universität Wien.

Ihre Ernennung durch die Goethe-Universität Frankfurt im Dezember 2016 machte sie zur ersten deutschen Professorin für Holocaustforschung.

 

 

 
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Kontakt

In Kürze sind wir bereit, Anträge für Stipendien und Förderprojekte entgegenzunehmen, die vom Stiftungsrat und dem Wissenschaftlichem Kuratorium der Stiftung geprüft werden. Aktuelle Informationen über Fristen für Förderanträge veröffentlichen wir zu gegebener Zeit an dieser Stelle. Für allgemeine Anfragen oder weitere Informationen nutzen Sie bitte das folgende Kontaktformular.